Lage
Der Landkreis Schweinfurt liegt im nördlichen Unterfranken. Mit seinen 115.000 Einwohnern verfügt er über eine zentrale Lage sowohl innerhalb Deutschlands als auch in der Europäischen Union.
Verkehrsanbindung
Der Wirtschaftsraum Schweinfurt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt von vier Bundesautobahnen. Die A7 Hamburg-Ulm, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung, führt direkt durch das Kreisgebiet, die A3 Frankfurt-Nürnberg verläuft südlich. Die A70 Schweinfurt-Bamberg stellt die Verbindung zur Autobahn nach Berlin her und die A71 Schweinfurt-Erfurt hat die Erreichbarkeit der neuen Bundesländer wesentlich verbessert.
Mit den Strecken Würzburg-Bamberg und Schweinfurt-Erfurt ist der Raum Schweinfurt in das überregionale Schienennetz eingebunden.
Eine günstige Situation ergibt sich durch die Lage am Main. Der leistungsfähige Schweinfurter Hafen und der jüngst fertiggestellte Main-Donau-Kanal geben auch dem Landkreis wirtschaftliche Impulse.
30 km entfernt liegt der Verkehrslandeplatz Haßfurt/Schweinfurt, der mit Flugzeugen bis zu 5,7 t Höchstgewicht angeflogen werden kann. Die Anbindung an den internationalen Luftverkehr ist durch die Flughäfen Nürnberg (110 km entfernt) und Frankfurt (150 km entfernt) gewährleistet.
Naturraum
Die naturräumliche Gliederung des Landkreises Schweinfurt ist durch eine ausgesprochene Vielfalt gekennzeichnet. Prägendes Element ist der Main, der das Kreisgebiet von Osten nach Süden durchfließt. Mit seinen Anteilen an den Mittelgebirgslandschaften des Steigerwaldes und der Haßberge, mit dem Hesselbacher Waldland nördlich von Schweinfurt und den zahlreichen Winzerorten an Main und Steigerwald hat sich der Landkreis Schweinfurt auch im Tourismussektor positiv entwickelt.
Wirtschaftsstruktur
Die wirtschaftliche Struktur des Landkreises unterscheidet sich von derjenigen der Stadt Schweinfurt. Mit 27 Industriebeschäftigten pro 1000 Einwohnern weist der Landkreis Schweinfurt eine nur geringe Industriedichte auf. 45 Industriebetrieben mit mehr als 20 Beschäftigten im Landkreis steht ein hoher Anteil an Berufspendlern, insbesondere in die Stadt Schweinfurt gegenüber. Gerade noch 6% der Erwerbstätigen des Landkreises Schweinfurt sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 50% im produzierenden Gewerbe sowie 44% im Dienstleistungsbereich. Zusammen mit der Tatsache, dass Handel, sonstige Gewerbe und Dienstleistungen stark auf Schweinfurt und das nähere Umland konzentriert sind, ergab sich ein Kontrast von einerseits stadtorientierter, hauptsächlich auch stadtnaher Wohnbevölkerung, die ihre Arbeit in Schweinfurt sucht und von andererseits stadtferner, noch landwirtschaftlich orientierter Bevölkerung.
Der Landkreis Schweinfurt und seine Gemeinden steuern dieser Entwicklung entgegen und haben mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, für die notwendigen Voraussetzungen für ansiedlungswillige Industrie- und Gewerbebetriebe gesorgt. Zahlreiche in Planung befindliche und voll erschlossene Industrie- und Gewerbegebiete in verschiedenen Gemeinden des Landkreis Schweinfurt ermöglichen die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Derzeit sind ca. 80 ha attraktiver Industrie- und Gewerbeflächen voll erschlossen und stehen zur sofortigen Ansiedlung bereit. Weitere Flächenerschließungen entlang der Autobahnen A70 und A71 sind bereits in Planung.
Aufgrund der sehr guten Verkehrsanbindung und der zentralen Lage wächst der Bereich Logistik überdurchschnittlich: Im Landkreis Schweinfurt wurden bereits einige neue Logistikzentren realisiert.
Verkehrsanbindung, die Bereitschaft, neue Industrie- und Gewerbegebiete zu erschließen, eine aktive Wirtschaftsförderung, kurze Genehmigungsverfahren: Die Summe dieser Faktoren ergibt die Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Betriebe.
Und so profiliert sich der Landkreis Schweinfurt als gut aufgestellte Wirtschaftsregion mit überregional bedeutenden Kompetenzfeldern.
Ein vielseitiger Branchenmix stellt einen wichtigen Standortvorteil der Wirtschaftsregion Schweinfurt dar. Früher vorwiegend landwirtschaftlich strukturiert war der Landkreis Schweinfurt durch das traditionelle Gemüseanbaugebiet im Bereich der Gemeinden Gochsheim und Sennfeld sowie dem Heilkräuteranbau in Schwebheim, dem "Kräutergärtlein" Deutschlands bekannt. Heute finden sich zahlreiche Firmen mit klangvollen Namen wie Messmer-Tee in Grettstadt, Kühne-Feinkost in Sennfeld, Mainfrucht in Gochsheim, Hiestand-Backwaren in Gerolzhofen und Eichetti-Eiskonfekt in Werneck, um nur einige wenige beispielhaft zu nennen, sowie auch innovative Hightech-Unternehmen wie die Firma InnoSenT als Global Player in Radar- und Sensortechnik.
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