Bildung 2020
Die bayerischen IHKs bemängeln die zu geringe Praxisorientierung und zu knappe finanzielle Ausstattung des Bildungssystems. Die Auswirkungen bekämen die Unternehmen zu spüren, heißt es in dem Positionspapier "Bildung 2020": "Die Betriebe stellen eine abnehmende Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger fest." Die Geschwindigkeit, in der Bayern sein Bildungssystem verbessert, ist nach Auffassung der bayerischen IHKs zu niedrig.
Sie fordern deshalb:
- Kinderkrippen und Kindergärten müssen in ihren Angeboten quantitativ und qualitativ verbessert werden.
- Individuelle Förderung statt Auslese in den allgemeinbildenden Schulen müssen die Lebenschancen der Kinder prägen und nicht ihre soziale Herkunft, ihr Wohnort oder ihre Nationalität.
- Praxisbezug und eine Berufsorientierung müssen erhöht werden, um den Schülern eine fundierte Zukunftsplanung zu ermöglichen.
- Der Übergang zwischen den Schularten muss reibungslos möglich sein - in beiden Richtungen.
- Die Berufsschulen müssen sich als Partner der dualen Berufsausbildung in ihren Standorten und bei ihren Angeboten an den regionalen Ausbildungsgegebenheiten orientieren.
- Es müssen mehr Lehrer eingesetzt werden und der Unterrichtsausfall muss abnehmen.
- Die gemeinsame Beschulung von Auszubildenden verwandter Berufe muss ausgebaut werden.
- Berufliche Bildung und Hochschulbildung müssen sich gegenseitig anerkennen, die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen muss konsequent durchgesetzt werden.
- Berufsbegleitende Studienangebote insbesondere für Studierende, die aus der beruflichen Bildung kommen, müssen gefördert werden.
- Es müssen einheitliche Regelungen für die Anrechnung von beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten auf ein Studium geschaffen werden.




